Der internationale Jugendaustausch „Meine ethnische Zugehörigkeit“

Der internationale Jugendaustausch „Meine ethnische Zugehörigkeit“ „Where do I belong“ ist ein dreiseitiges Projekt unter den Jugendlichen aus Deutschland, der Ukraine und Spanien.

 Während des ersten Teils des Austausches in Dresden vertieften die Teilnehmenden, gemeinsam mit dem Politischen Jugendring Dresden, in einer interessanten und informellen Atmosphäre in Form von Diskussionen und Workshops ihr Wissen und ihr Verständnis über kulturelle, ethnische und nationale Identität. Das aktive Programm des Projekts hat es den Teilnehmenden ermöglicht, Dresden so zu sehen, wie Flüchtlinge es sehen, mit ihnen zu sprechen und die Erfahrung aus erster Hand zu hören. Gemeinsam mit dem Historiker Marcus Weber besuchten sie den Friedhof Heidefriedhof, wo sie bei der Durchführung praktischer Aufgaben die Rolle von Denkmälern für die Bewahrung des kollektiven und individuellen Gedächtnisses verstanden haben. Außerdem lernten die jungen Menschen die Realitäten des Lebens der Sorben kennen, als sie die kleine Stadt Bautzen am Stadtrand von Dresden besuchten. Die Teilnehmenden berührten die Kultur jeder Seite des Austauschs durch nationale Gerichte, Tänze und Musik. Alle Emotionen und Eindrücke vom Austausch spiegelten sich in eigenen Blogs wider.
Der zweite Teil des Austausches in Terrassa sah die Fortsetzung der Arbeit an Identitätsfragen zusammen mit der Organisation La Vibria Intercultural vor. Das Ergebnis des zweitägigen Workshops zum Thema der Wichtigkeit von verbalen Quellen waren selbst gefilmte Interviews zu den aufregendsten Themen. Die Teilnehmenden erfuhren im Mume Museum die Geschichte des Bürgerkriegs in Spanien und ehrten mit einem Moment des Schweigens seine Opfer auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers am Ufer des Argeles in Frankreich. Bei Maternity of Elna (Frankreich) lernten die Teilnehmenden bewegte Geburtsgeschichten von Säuglingen während des Bürgerkriegs kennen. Jeder wird sich sicher an den Abend der katalanischen Kultur erinnern, der im Herzen von Barcelona stattfand. Die Teilnehmenden lernten auch die Tätigkeit von Erasmus+ kennen und eröffneten sich als Freiwillige von European Solidarity Corps neue Möglichkeiten. Am Ende des Austausches tauschten sich die jungen Menschen über die zukünftige Projektorganisation aus.
Der Jugendaustausch „Where do I belong“ wurde zum einen Wendepunkt, nach dem jede Person neue Antworten auf die Fragen „Wer bin ich?“, „Was ist meine Identität?“ gefunden hat. Dank ihm erkannten die Teilnehmenden die Bedeutung der Identität, sowohl ihre eigene, als auch die kollektive, und sie sind bereit, sie mit dem erworbenen Wissen und Fähigkeiten weiterhin zu erforschen, und vor allem ‒ zu bewahren. Das Projekt gab die Gelegenheit, die Bedeutung eines jeden von uns als Teil der Gesellschaft, unsere Rolle in der Gesellschaft und die Verantwortung vor ihr zu verstehen.
Das Projekt wurde mit finanzieller Unterstützung des europäischen Programms Erasmus + durchgeführt.

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